Zebra
Let's fight against reality!

 

Halt mich!

 


Es fällt mir immer schwerer mich zum Schreiben hier zu motivieren. Vielleicht liegt es daran, dass ich ich doch ein wenig mehr zu tun habe, als sonst. Aber wahrscheinlich liegt es eher daran, dass ein schönes Gefühl so schnell wieder weg ist, wie es gekommen ist. Und das ist auch mit den „schlechten“ so. Was ja eigentlich an sich nicht schlecht ist, aber irgendwie bringt es mich derzeit sehr durcheinander.

 

Ich fühle mich allein. Und das ist eigentlich unfair. Unfair denen gegenüber, die ich in der Zeit hier sehr lieb gewonnen habe. Ich fühle mich allein, obwohl ich unter Menschen bin. Und obwohl wir wunderbare Stunden verbringen, in denen ich alles das für einen kurzen Moment vergessen kann, was mich allein zu Hause in meinem stillen Kämmerlein plagt.

 

Eigentlich habe ich es sehr gut hier. Ich wohne in einer prima WG. Die Uni macht Spaß und ich kann mich immer noch mit meinem Fach identifizieren... Es gibt wunderbare Leute um mich herum. Ich lebe unabhängig, selbstständig.

 

Und doch fehlt so viel. Meine Familie, die mir wohl mehr bedeutet, als ich bisher gewusst habe. Und dann meine andere Hälfte, ohne die ich mich nur irgendwie halb fühle.

 

Die Spätschichtwochen sind wie Folter. Es wird mit jeder Woche schlimmer. Es sind schon irgendwie Qualen, die uns jedes Mal auf eine neue harte Probe stellen, ob wir dem ganzen Stand halten. Es fällt schwer. Und doch ist es das Einzige, was ich will. Die Semesterferienzeit ist wie eine Kur. Eine Kur für unsere Beziehung. Die uns für einander da sein lässt. So richtig. Von Auge zu Auge. Nicht nur übers Telefon, die Webcam oder einem Kommunikationsprogramm via Internet. Es lässt uns den Alltag gemeinsam meistern und gibt uns einen Vorgeschmack auf das, was uns erwartet, wenn wir die Herausforderung geschafft haben. Dieses Level so zu sagen....

 

Aber erst einmal kommt die Weihnachtszeit. Das ist wohl unser Vorbereitungskurs auf die Kur. Wir brauchen das sehr. Und das weiß ich. Es ist momentan sehr schwer. Eigentlich weiß ich, was ich will, aber es ist zur Zeit sehr schwer das Licht am anderen Ende des Tunnels zu sehen. Ich werde alles dafür geben, dieses Licht zumindest irgendwo da zu behalten, wo ich es sehen kann, auch wenn es nebelig ist oder durch irgendetwas bedeckt wird.

 

Allem möchte ich irgendwie gerecht werden. Meinen Eltern, Bruderherz, O+O, meinem Schatz, Freunden...

 

Ich habe nur eine Erklärung für das alles. Ich muss es sein. Irgendetwas tief in mir drin fühlt sich anders an zur Zeit. Ich weiß nicht genau, wo es her kommt, was es von mir will oder mir zeigen will und wo es mich hinbringen möchte. Aber eins weiß ich. Es fühlt sich nicht schön an. Es lässt mich innerlich schnell enttäuscht sein. Enttäuscht über Dinge, bei denen ich sonst vielleicht nicht im geringsten daran gedacht habe, enttäuscht zu sein. Und das macht mich verletzlich.

 

Ja, irgendwie fühle ich mich in letzter Zeit sehr verletzlich. Winzige Dinge werfen mich auf der Bahn und überraschen mich, wie ich selbst dann reagiere. So kenne ich mich nicht...

 

Aber ich bin mir eigentlich sehr sicher, dass das eine kleine Winterdepression ist. Das Wetter hier lädt ja förmlich dazu ein... Ich bin nicht der Mensch, der in ein Loch fällt, nur um noch tiefer hinein zu kriechen. Nein. Und das lass ich mir sicher auch nicht von meinen Gefühlen weiß machen....

 

Zumindest geht es mir jetzt etwas besser. Auch wenn es doof klingt. Es ist so. Es hilft mir, alles „von der Seele“ zu schreiben. <3

 

8.12.08 18:38
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Fabi (10.12.08 00:14)
Ich freue mich auch schon riesig auf unsere kleine "Wellness- und MassageKur" und kann es schon garnicht mehr abwarten!

<3

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